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Herder Windmühlenmesser Lierenaar Taschenmesser
51,00 Euro

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Das Produkt:
Das Lierenaar erhielt seinen Namen von der belgischen Stadt Lier - dort wurde es wohl im 18. Jahrhundert erfunden. Klar gab es auch vorher schon Taschenmesser, bei diesem aber wird die Klinge am Messerrücken mit einer Eisenspange arretiert. Diese wird, will man das Messer schließen, etwas angehoben; die Klinge kann man dann einklappen. Nur die Finger sollte man schleunigst aus dem Weg räumen, wie bei monomeer, verbunden mit einigem Blutvergießen, schon festgestellt werden mußte.

Das Lierenaar beschreibt Herder selbst als "rustikal", was durchaus berechtigt ist. Es ist ein eher archaisch daherkommendes, aber dadurch seiner Bestimmung als Arbeitsmesser auch in der Form folgendes Werkzeug. Historisch wurde damit Brot und Äste geschnitten oder Hufe versäubert - all das kann man natürlich auch heute noch damit machen, oder man schneidet sich unterwegs einfach einen Apfel. Der Griff ist grob und kantig, die Klinge nicht rostfrei und mit einem Härtegrad von 58 HRC.

Größe:
Klingenlänge: 9,2 Zentimeter, feingepließtet, Solinger Dünnschliff.

Material:
Kohlenstoffstahl, gehärtet auf 58 HRC; Griff aus Buche (FSC-zertifiziert).

Hergestellt in Deutschland.

Ist dieses Produkt vegan?
Ja.

Verpackung:
In einer plastikfreien Kartonhülle verpackt, auf der sich zwei Papiersticker befinden.

So liefert Herder an uns:
Herder lieferte im Pappkarton mit Kunststoffklebeband. Als Füllmaterial wurde Papier und Knisterfolie verwendet.

So liefert monomeer an Euch:
Wir liefern natürlich plastikfrei. Dafür sind wir monomeer.

Messer aus der Herder Windmühlenmanufaktur 

Einige Pflegehinweise:

Der Umgang mit nicht rostfreien Messern erfordert etwas Liebe, ja, einen ganz neuen Materialismus: im Sinne einer Zugewandtheit zum Material und eines achtsamen Umgangs mit ihm. Denn nicht rostfreie Messer rosten, wenn sie Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Angeraten ist daher, die Klinge nach jedem Gebrauch (und das heißt nicht erst nach jeder Essenszubereitung, sondern immer dann, wenn man das Messer für einige Minuten aus der Hand legt) abzutrocknen. Der Korrosionsprozess geht erstaunlich schnell vonstatten. Besondere Aufmerksamkeit sollte man insbesondere dann aufbringen, wenn man stark säurehaltige Lebensmittel schneidet, etwa Zitrusfrüchte und Tomaten. Dann sollte das Messer zwischendurch auch abgespült und dann abgetrocknet werden.

Nicht rostfreie Messer sollten keinesfalls im Geschirrspüler gewaschen werden. 

Die Messer werden bereits ab dem ersten Gebrauch eine schöne Patina in Form eines dunklen, ggf. schwarzen Schleiers erhalten. Dies tut der Funktionalität keinen Abbruch. „Reinigen“ lässt sich die Klinge mit Wiener Kalk, Scheuermilch, Zigarrenasche oder mit einem Scheuerschwamm. Eigentlich ist das aber nicht notwendig; die Patina wird sehr bald wieder entstehen.

Generell kann man zum Zweck einer längeren Lebensdauer der Messer Schneidbretter aus weichem Holz verwenden, sollte Drehbewegungen mit der Klinge vermeiden und mit ihr nicht über das Brett schaben.

Klingen aus Carbonstahl können auf einem Wetzstahl oder Schärfstein nachgeschärft werden.

Einige Begriffe erklärt:

Man versteht hochwertige, handgefertigte Messer besser, wenn man die zu ihrer Beschreibung verwendeten Begriffe kennt.

Blaugepließtet / feingepließtet: Das Pließten ist das aufwändige und in Solingen stets per Hand vorgenommene Feinschleifen der Klinge. Blaugepließtete Klingen sind feiner geschliffen als feingepließtete und haben einen bläulichen bis regenbogenfarbenen Schimmer.

Durchgehende / nicht durchgehende Klinge: Bei der durchgehenden Klinge geht das Metallstück, an dem die Klinge sitzt, durch den gesamten Griff hindurch. Durchgehende Klingen sind mit mehr Nieten und Stiften gereidet, d.h. am Holzgriff befestigt. Messer mit durchgehenden Klingen sind daher robuster; es kann im Griff nix so schnell verrutschen oder locker werden.

Carbon- bzw. Kohlenstoffstahl: ist von Hause aus nicht rostfrei. Er nutzt sich beim Gebrauch sehr langsam, aber sicher ab. Klingen aus Carbonstahl werden daher tendenziell immer kleiner, haben aber dennoch eine enorm hohe Lebenserwartung von mehreren Jahrzehnten.